Z29 Klug gekontert
Auf Diskriminierungen schlagfertig reagieren
Jemand serviert Ihnen einen diskriminierenden Spruch, wird unverschämt, versucht, Sie zu manipulieren. Wie reagieren Sie? Meist sind wir sprachlos, erst später fallen uns viele gute Konter ein. Damit sind Sie nicht allein! In diesem Workshop gehen wir der Frage nach, wie wir Frauen mit beleidigenden und diskriminierenden Sprüchen umgehen können. Es geht darum, aktiv Stellung zu beziehen, (vermeintlich) Schwächere oder auch uns selbst zu schützen und klare Gegenposition zu beziehen. Sie lernen und trainieren, wie Sie bei Provokationen positiv, konstruktiv reagieren. Dadurch wirken Sie souveräner und strahlen mehr Kompetenz sowie Selbstbewusstsein aus. Schlagfertigkeit können Sie lernen.
S35 Exkursion: Frauen im Landtag
Besuch des Hessischen Landtags Wiesbaden: Zentrum der Landespolitik - Politik aus erster Hand
In diesem Tagesseminar im Hessischen Landtag erleben die Teilnehmerinnen unmittelbar, wie Politik „gemacht wird“.
Nach einer Einführung über die Bedeutung, den Aufbau und die Aufgaben des Hessischen Landtags, erleben Sie eine Plenarsitzung von der Besuchertribüne aus live mit. Die Landtagspräsidentin wird die Teilnehmerinnen begrüßen und steht zum Gespräch zur Verfügung. Ebenso haben Sie die Möglichkeit, die frauenpolitischen Sprecherinnen und Sprecher der einzelnen Landtagsfraktionen im Gespräch zu erleben und zu interviewen.
Abschließend lernen Sie das Plenargebäude und die historischen Räume des Stadtschlosses bei einer kundigen Führung kennen.
Z41 Exkursion: Bertha-Pappenheim-Haus Neu-Isenburg
Das ehemalige Heim des Jüdischen Frauenbundes
Bertha Pappenheim (1859-1936), in Wien als Tochter einer angesehenen jüdischen Kaufmannsfamilie geboren, war eine vielfältig talentierte und interessierte Frau. Dass sie vielen nur als Patientin Anna O. aus Sigmund Freuds „Studien über Hysterie“ bekannt ist, wird ihrem Leben und Wirken nicht gerecht. Denn sie war nicht nur eine Pionierin der Sozialen Arbeit, sondern setzte sich auch für Frauenrechte, insbesondere das Recht auf Bildung ein. Sie hielt Reden, gründete Hilfsorganisationen, verfasste Märchen, Theaterstücke und Aufsätze, und gründete 1904 zusammen mit Sidonie Werner und Henriette May den Jüdischen Frauenbund. Am 25. November 1907 eröffnete dieser in Neu-Isenburg das Heim „Isenburg“ für sozial entwurzelte jüdische Mädchen, für unverheiratete Schwangere und ledige Mütter mit ihren Kindern. Initiatorin und Leiterin der Einrichtung war Bertha Pappenheim. Sie machte das Heim zu einem Ort der Zuflucht, der Erziehung und Ausbildung für jüdische Frauen und Kinder. Bis zu ihrem Tod im Jahr 1936 leitete sie die Einrichtung, die 1942 unter der nationalsozialistischen Herrschaft aufgelöst wurde.